Ein Ende in Sicht…und zwar unseres.
ClimateBlogger | 14. August 2009“Wir müssen Sie leider einsperren! Nein, wir können Sie nicht entlassen, tut uns furchtbar leid, aber wir halten Sie für ökozidal!”
So, oder so ähnlich stelle ich mir einen Arzt vor, der die gesammelte Menschheit in die geschlossene Anstalt steckt, um sie vor sich selbst zu schützen. Leider gibt es jedoch niemanden, der das für uns übernehmen wird.
Wir sind auf Selbstheilung angewiesen, aber anstatt miteinander wirksam zu kooperieren und unser menschlich durchaus intelligentes Immunsystem in Schwung zu bringen, meinen wir noch immer, dass das Rauchen ja letztlich nur die Lunge betrifft und damit für andere Teile unseres globalen Organsystems ohne Folgen bleiben wird - noch viel schlimmer: Vielleicht gibt es kurzfristig sogar einige Gewinner. Zum Beispiel, weil wir uns weniger bewegen und damit unsere Knochen nicht so belastet werden.
Zugegeben: Diese “Körper-Metapher” stammt nicht von mir, sondern aus einem ebenso mitreißenden wie anschaulich geschriebenen Buch “Die Welt am Scheideweg: Wie retten wir das Klima?”, herausgegeben von Germanwatch, darunter u.a. auch Christoph Bals, der mir schon einige Male informierend und aufklärend zur Seite stand.
Der treffende Vergleich gleich zu Einstieg des Buches: Mit dem Klima ist es ähnlich wie mit dem menschlichen Körper: Eine Steigerung der Temperatur von 37 auf 38° Celsius verkraften wir gerade noch als “normal” - sobald wir aber 41° Celsius überschreiten, ist das kein leichtes Fieber mehr, sondern führt zu unumkehrbaren Folgeschäden für sämtliche Organe und wenig später zu einer tödlichen Kettenreaktion.











